Pfauenziegenzuchtverein Kt. Bern und Umgebung



Die Pfauenziege ist eine sehr robuste Gebirgsziege mit guter Veranlagung für eine hochwertige Milchleistung (hoher Fett- und Eiweissgehalt), die ursprünglich aus der Region Graubünden/Vorarlberg stammt. Im Zuge der Bereinigung der diversen Rassen durch die zuständigen Schweizerischen Behörden im Jahre 1938 wurde die Pfauenziege als nicht selbständige Rasse eingestuft und folglich nicht ins Herdebuch aufgenommen. Dies hatte einen massiven Rückgang der Population zur Folge. Einzelne Bündner Züchter blieben glücklicherweise – da sie von der Selbständigkeit der Rasse Pfauenziege stets überzeugt waren – von diesen Massnahmen unbeeindruckt. Dank ihrem Interesse und grossen Engagement züchteten sie die Pfauenziegen im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiter, und somit konnte eine kleine Population überleben. Aufgrund von Anstrengungen von Pro Specie Rara zusammen mit vereinzelten Züchtern ab den 1980er-Jahren und der Gründung der IG Pfauenziege konnte die Population schrittweise wieder wachsen.

Heute ist sie wieder in der ganzen Schweiz verbreitet, gilt jedoch aufgrund der geringen Populationsgrösse immer noch als «gefährdete Rasse». Sie wird derzeit gemäss Empfehlungen der UNO zur Förderung der Biodiversität im Rahmen von Projekten zur Populationsvergrösserung auch noch spezifisch gefördert.
Charakteristisch für die Pfauenziege ist ihre attraktive Zeichnung: Die vordere Körperhälfte ist weiss mit schwarzen Stiefeln. Die hintere Körperhälfte ist schwarz mit weissen Oberschenkeln und weissem Aalstrich und Flankenfleck. Schwarz sind auch Ohren, Maul und die durch die Augen verlaufenden Pfaven, denen die Ziegen ihren Namen verdanken. Denn ein Schreibfehler eines Journalisten machte aus der Pfavenziege die Pfauenziege, welcher als treffender Name für die wunderschönen Tiere schnell übernommen wurde.